Dienstag, 31.10.2006
Die Bayernpremiere
Rottenburg, 28.10.2006
Augen auf im Nürtinger Gästehaus und: erstmal Kopfweh und HungerJ.Der Schweißgeruch von gestern zwingt uns unter die Dusche. Irgendwie spukt mir die ein oder andere Zeile vom Mädchensong (Wer´s noch nicht kennt: ein neues Lied mit Akustikgitarre) durch den Schädel?Im Fernseher hört sich Nina Hagen vierunddreißig verschiedene Versionen von Killing me softly an?Gut dass wir einfach umschalten können! Arme Nina! Hoffentlich muss an ihrem Platz nicht mal jemand von uns sitzen, wenn uns mal das Geld ausgeht!!!
Frisch geduscht fühle ich mich bedeutend besser, ganz zu schweigen vom Geruch! und wir finden auch die Frühaufsteher unter uns, die schon in der Nürtinger Altstadt in der Sonne frühstücken. LECKER! Da Essen bei uns erfahrungsgemäß irgendwie immer eine große Rolle spielt, genießen wir ein göttliches solches im Cafe Klingler! Für die Nürtinger: Sehr empfehlenswerter Ort um die erste Mahlzeit des Tages zu nehmenJ. Glücklich und zufrieden und mittlerweile komplett (Steffi! Da bist du ja endlich wieder!!!) machen wir uns müde auf den Weg in den Freistaat.
Rottenburg- unendliche Weiten- wir dringen in Galaxien vor, die wunderschöne Landschaft mit idyllischer Ruhe vereinen?Wohnt hier überhaupt wer? Ja! Wir werden total nett begrüßt und trinken erstmal ein gscheits Weizenbier mit der Vorband und den Veranstaltern. Hier gefällts uns! Schnell und flexibel organisiert der Mischer weitere zwei Monitore. Und Mikros haben sie auch extra neue gekauft! Der Soundcheck läuft zur Abwechslung mal problemlos (was, schon fertig?) und so können wir uns unserer Lieblingstourbeschäftigung widmen. ESSEN! Und überhaupt: im Bierland schmeckt auch das Lieblingsgebräu des Bassers gleuich ganz anders.
Nachdem Dumpweed die Leute ordentlich vorgeglüht haben, geht?s los. Intro ab und auf zum ersten Konzert in Bayern. Hier kennt uns noch niemand, hier müssen wir noch mal extra Gas geben. Gelingt uns scheinbar ganz gut, schon nach kurzer Zeit bietet sich vor der Bühne des gewohnte Bild der Tänzer. Als wir merken, dass es läuft, werden wir auch gleich lockerer. Fazit: bayrische Premiere geglückt. Backstage wird dann noch schön gefeiert, während im Saal noch bis um drei der improvisierte Wettbewerb im Luftmikrofonsingen abgeht.
Samstag, 28.10.2006
Nürtingen 27.10.2006
Eine Reise ins Schwabenländle?die ist fein! Wir fahren nach Nürtingen und spielen im Zentralsaal. Leider ohne Geige?denn auch Lehrer müssen manchmal abends noch arbeiten. Sie wird fehlen! Nach einigen Runden durch Nürtingens Fußgängerzone und verärgerten Fahrern, die hinter unseren beiden Autos herschleichen mussten (?Oh Mann ey!!!?), finden wir doch schließlich unser Ziel. Nett ist es hier! Wir fragen uns, wie viele Leute wohl schon die Treppen zum Konzertraum runtergefallen sind und bauen unser Zeugs auf. Der Backstageraum entpuppt sich als Kunsthalle und wir bewundern Gemälde von Affen, Giraffen und Elefantenhintern?Hmmm?
Soundcheck dauert ein bisschen?die Flöte ist eine echte Herausforderung für die Akustik der Halle?aber es funktioniert dann doch. Wenn die Geige schon nicht da ist, muss ja jemand das Mischerproblemkind sein, hihi.
Zu Futtern gibt es asiatisch vom Imbiss um die Ecke. Nicht soooo lecker, aber es füllt unsere hungrigen Mägen. Außerdem hats einen riesigen Fernseher, auf dem bald der Tatort kommt! Den wir natürlich nicht sehen können, weil wir bald in Richtung Bühne unterwegs sein müssenJ
Die Vorband spielt schon, als wir leicht überfressen im Zentralsaal ankommen. Rock der alten Schule ?This is Rock´n´Roll, baby?, wie uns der Sänger erklärt.
Einige bekannte Gesichter sind schon da und wir freuen uns auf den Auftritt.
Erstmal noch ein Bierchen und ein Schnäpschen und dann das Intro! Die Nürtinger können feiern! Und sie sind erstaunlich textfest! Cool! Wir spielen 1 ½ Stunden und schwitzen uns bis zum letzten Lied. Steffi fehlt uns. Trotzdem wirds ein guter Abend, der gegen 2 Uhr dann beendet wird. Ich finds cool, draußen noch auf bekannte Gesichter zu treffen und mal so zu hören, wer woher kommt um mit uns zu feiern. An dieser Stelle Gruß an die Leute aus Tübingen, Konstanz und so weiter!
Wir übernachten luxuriös mit Fernseher und neuem Testament im Gästehaus. Die letzten Minuten von ?From Dusk Till Dawn? schauen wir noch, bevor wir müde in die Kissen sinken und träumen.
Montag, 16.10.2006
Konstanz, 7. Oktober 2006 (Steffi S.)
Als wir uns nach einem gemütlichen Kaffee mit Kind und Kegel
am Proberaum zum Einladen treffe, freuen sich schon alle auf das zweite Konzert
im Contrast in Konstanz. Letztes Jahr hat es viel Spaß gemacht. Dieses Jahr ist
es das erste Konzert, wo wir unseren gesamten neuen Merchandise-Stand dabei
haben. Freu!
essen fahren, sich auf der Autobahn zwischen zwei Autos hin und her winken und
schließlich entspannt in Konstanz ankommen. Pünktlich!!! Das ist jedoch eher
selten! Wie auch immer, wir sind da und entspannen uns beim Flippern (Steffi:
Hey, habt ihr noch n Euro??), Lesen (Andreas: Für den Flipper? Mit dem Krach?
Vergiss es!) und Rumsitzen und Schwätzen. Das köstliche Catering geht uns
runter wie Öl und wir machen uns daran, unsere nigelnagelneuen T-shirts und
Kapuzies in den eigens auf dem Flomarkt frisch erstandenen Koffer zu packen.
Sieht nett aus. Ein kurzer Soundcheck. Zufrieden begrüßen wir Makama, mit denen
wir ja schon in Ilmensee das große Vergnnügen hatten. Außerdem die ersten
Bekannten, die von nah und fern angereist sind. Ja, auch die treuen Schweizer,
barfußtanzenden Tübinger und Nordseeler, sowie sogar einige Pforzheimer Fans
sind extra angetanzt?Cool, es verspricht ein richtig guter Abend zu werden!
sind wir an der Reihe! Schon beim Intro kommt gute Stimmung auf. Wir sind
positiv überrascht, wie viel Energie die Meute vor der Bühne hat! Dann geht?s
los. Wa s für ein Blick von der Bühne aus. Nur tanzende, springende, gröhlende
und schwitzende Menschen?Von der ersten bis zur letzten Sekunde geht die Post
ab. Die erste Reihe fliegt in regelmäßigen Abständen den Mikroständern
entgegen. Im Idealfall segeln einige per stagedive bis nach hinten. Immer
wieder erstaunlich, was für Schutzengel so manche Tänzer und Stagediver haben.
Am liebsten hätte ich zwei bis dreimal die Augen zugemacht, um nicht
mitzubekommen, wie der ein oder andere Schädel auf dem harten Steinboden
zerschellt?aber: Allet jutjejangen!
Nach 1 ½ Stunden geht uns so langsam die Energie aus, außer
Jochen, der mal wieder nicht genug kriegen kann, hihi. Wir halten durch bis zum
Schluss und gehen allesamt durchgeschwitzt und überglücklich von der Bühne.WOW!
Jürgen (an dieser Stelle vielen Dank!) halten tapfer die Stellung und verkaufen
CDs und T-shirts. Schön, dass die so gut ankommen. Hat ja auch lange genug
gedauert, bis jetzt endlich mal auch die allseits gefragten ?Girlies? am Start
warenJ
Es gibt noch viele nette Gespräche mit dem ein oder anderen
aus nah und fern. Diejenigen unter uns, die so schlau waren, Wechselwäsche
mitzubringen, hattens sogar auch schön gemütlich. Der Rest schwimmt so durch
die Gegend, bevor wir uns schließlich mitsamt unserem ganzen Krempel aufmachen
in Richtung Claudis Eltern, die uns zu
später Stunde noch königlich bewirten!!! (An dieser Stelle auch vielen Dank an
Ursel und Rolf!!!) Ich schaffe es tatsächlich noch trotz Müdigkeit zu
duschen?alles andere wäre meiner Schlafstätte auch nicht zuzumuten gewesen?Ohne
mich in Details zu verlieren: Der Abend ist rundum perfekt gelaufen!!!
Zufrieden, glücklich und sehr sehr müde fallen wir schließlich ins Bett!
verkauft, gekocht und sonstnochwas haben! Für uns war es ein großartiger Abend,
der seinesgleichen sucht!
Montag, 01.05.2006
Siegen, Roter 1.Mai 2006
Ahhhhhhh...Chaos...Selten habe ich so ein pannenreiches Konzert erlebt...aber genauso selten eins, das so viel Spass gemacht hat.
Aber von vorne:Die Veranstaltung war uns ja schon aeusserst sympathisch als wir einschlugen! Parkplatz direkt neben der gruenen Fraktion hinter der Buehne und einigermassen truebes Wetter...Aber: Nettes Voelkchen und gutes Essen (sehr wichtig, wie wir bereits in Reutlingen gelernt haben).Meine Mama ist sogar da und lauscht den Kundgebungen des Herrn mit dem schoenen roten verdi-Laetzchen.Aber genug Privatkram, is ja n Tourtagebuch.
Trotzdem Mama: schoen dass du da warst! Und Gruss auch an meine Schwester, die ebenso tapfer dem Regen getrotzt hat!(Wenn ich schon die ganze Heimfahrt tippen muss, werde ich wohl wenigstens ein paar Gruesse loswerden duerfen,oder?)
Waehrend Klaus der Geiger auf der Buehne alles gibt und unsere Steffi mit seinen Geigenkuensten einigermassen beeindruckt, laden wir unseren Krempel aus und stellen ihn neben die Buehne. Puenktlich zum ersten Regenguss... unter Einsatz unserer ohnehin schon nassen und leicht mueffelnden Klamotten schuetzen wir Bassbox, Fender und Instrumente. Ein kritischer Blick auf die Uhr laesst uns langsam erahnen, dass wir wohl nicht wirklich frueh in heimische Gefilde einlaufen werden...au Manno...muede...
Der Siegerlaender Regen ist bestaendig und wir sind froh, dass wir zumindest auf der Buehne im Trockenen sein werden. Allerdings kriegen wir Angst, das wir ziemlich allein sein werden auf dem Platz, denn der Regen macht alles doch ungemuetlicher...
Die Siegener belehren uns eines Besseren. Sie sind offensichtlich nicht solche Warmduscher wie wir aus dem sonnigen Sueden! Wer wird denn da gleich weglaufen wegen dem bisschen Wasser? Hier haelt man durch und feiert bis zum bitteren Ende! Wir sind begeistert, aber mit dem ersten Ton auf der Buehne nimmt das Chaos fuer uns seinen Lauf...
Dann das ewige Kreuz mit den Direct Injection Boxen...Meine heutige DI- Box hat einen Knopf, den ich bisher nicht kannte... als wir Bekanntschaft machen, wirds ploetzlich ganz ganz laut!!!!In Bruchteilen von Sekunden verziehen sich sowohl auf, als auch vor der Buehne alle Gesichter und Olli fuchtelt panisch am Mischpult rum...aehm...Nochmal schnell aufs Knoepfle gedrueckt und es ist Ruhe! Dafuer habe ich jetzt alle Aufmerksamkeit und eine rote Birne! Geht ja gut los....
Scheiss- Knoepfe...ich finde ja sowieso, man sollte die wieder abschaffen... ich persoenlich bin ja auch Verfechterein von Wahlscheiben am Telefon!!Falls einer noch eins hat, freu ich mich ueber Kontaktaufnahme!
Ok, zwei bis drei Lieder muessen wir zweimal anfangen, weil irgendwas falsch war.Markus schmeisst seine Stoecke dauernd weg und man hoert nur noch die Basedrum wummern...auch urspruenglich so nicht gedacht!
Jochen drischt Phrasen, bringt geklaute Intros...naja, aber er gibts wenigstens zu, hihi!
Beim ersten Ton vom Tune macht Claudi ein unruhiges Gesicht... Danach wird uns einiges klar! Toll Claudi, Bass kaputt gemacht! Waehrend Andreas den Bass nach einem Saitenschneider schreiend (ha!wieder geiles Wortspiel) repariert, versuchen wir mit bloedem Gelaber und ein bis zwei A- Capella Songs die so gewonnene Zeit totzuschlagen.
Nach einiger Zeit tuts dann ploetzlich das Floetenmikro nicht mehr... Herr, lass es enden!Ein Hustenreiz jagt den naechsten und die Stimme versagt trotz Wick Blau und Fischermanns Freund...
Als Marc dann mitsamt dem Akkordeon ueber das Schlagzeug stolpert (uebersieht man ja auch leicht) um sich dann gekonnt zu fangen und alles aufs Akkordeon zu schieben, merken wir,dass jetzt eh alles egal ist...das Publikum hat wohl kaum noch Erwartungen an uns. Immerhin gehn sie nicht nach Hause, sondern lachen mit und tanzen sich einfach warm und trocken...Waehrend wir warten, dass der Geige ne Saite reist,die Gitarre streikt oder das Schlagzeug in Flammen aufgeht, spielen wir unser Set einfach mal eben doppelt... Jochen verspricht eine Zugabe nach der anderen und so wirds spaet und spater...schade eigentlich, dass wir keine CDs mehr dabei haben... so haetten wir wenigstens beweisen koennen, dass wir es eigentlich ja koennen... So verteilen wir einfach nach dem Konzert die restlichen Poster,die wir noch dabei haben und halten noch das ein oder andere Schwaetzchen im Regen...Joerg, der Veranstalter hat schliesslich Mitleid mit uns und laesst uns netterweise auf seine Rechnung noch eine Runde Pizza und Nudeln futtern. An dieser Stelle dafuer herzlichen Dank!
Wieder im Auto prophezeit uns Navisusi eine Ankunftszeit von 23.54h!!Na Mahlzeit ...aber gut, jetzt ist auch egal!
Siegen, seid euch gewiss, das war eins der witzigsten Konzerte,die wir jeh gemacht haben und es war ein mordsmaessiger Spass auf der Buehne. Wir hoffen, euch hats auch gefallen...Seid sicher,wir sehen uns, denn wir kommen wieder!!!!Ihr seid die Besten!
Heidelberg Uniplatz, 30.4.2006
Hallo Heidelberg!Heute spielen wir auf dem Uniplatz als Gegenveranstaltung zu den singenden Burschenschaften.Die sind laut Veranstalter "irgendwo da oben aufm Berg". Da solln sie ruhig bleiben, wer braucht das schon?
Wir treffen uns mit Dandl (schreibt man das so?) anner Aral, um die Lage zu besprechen und uns erklären zu lassen, wie man mit dem Auto zum Uniplatz kommt. Wir nutzen die Tanke um wieder mal Suesskram zu kaufen. Frieden fuer die Welt, Eis fuer uns!
Obwohl wir uns den Weg zum Uniplatz mehrmals haben erklären lassen und Navisusi uns seit geraumer Zeit schon aus dem Auto zufloetet, dass wir das " Zielgebiet" erreicht haben, scheinen wir den Uniplatz konsequent zu umkreisen anstatt ihn zu finden... Navisusi kriegt eins aufs Maul und wir machens einfach so wie frueher: Taxifahrer fragen! Im Schwuppdiwupp finden wir den Uniplatz und sind ganz stolz auf uns!Es leben die Taxifahrer!
Wiedermal sitzen und stehen wir unnoetig rum... Das Cafe Pepper is irgendwie auch doof, denn der Kellner gibt uns unmissverstaendlich zu verstehen, dass wir unwillkommen sind... Claudi fliegt sogar mit ihrem Doener raus. Wir winken ihr ab und zu wehmuetig aus dem Fenster zu, bis sie brav aufgefuttert hat und auch endlich reinkommen darf. Scheissladen!
Wir schlendern durch das idyllische Heidelberg in Richtung Buehne, die aus einem LKW besteht, der jetzt schon verdaechtig wackelt...
Na mal sehen.
So langsam wirds voll und der Soundcheck laesst hoffen! Unser Olli unterstuetzt Bernd den Mischer und seine Kollegin,deren Namen ich vergessen habe, die aber beide gute Arbeit geleistet haben!
Dandl erklärt uns noch schnell, wie das mit demPipmachen heute geht " Also, ihr muesst mit diesem Schluessel losgehen im Copyshop da hinten ist das Klo. Am Besten, ihr bildet Klogruppen!" Na klar, machen wir! Is eh ganz gut fuer die Gruppendynamik. Also zusammen aufs Klo gehen meine ich!
Zumal das einzige oeffentliche Klo weit und breit ordentlich ueberschwemmt zu sein scheint..igittigitt.
Vor uns spielt eine HipHop Band. Einer der Saenger ist sozusagen ein alter Bekannter. Mitglied der aeusserst coolen Band Irie Revoltees, mit denen wir schon einmal bei Rock am Stock das Vergnuegen hatten!
Wir sind echt erstaunt, was fuer ein Polizeiaufgebot hier ist..Es entstehen Diskussionen darueber, warum sie so zahlreich sind...die Burschen waren doch da oben aufm Berg , oder nicht?
Irgendwann ist dann tatsaechlich auch mal unser Konzertbeginn und die anfaengliche Sorge, dass es auf der Buehne ziemlich wackelig wird, bestaetigt sich leider... nach zwei Liedern ist mir kotzeschlecht und auch Andreas ist ein bisschen blass ums Naesle. Seekrank! Passend zum Albumtitel...wir wollten es ja nicht anders..
Das Konzert laeuft glatt, bis auf die Tatsache, dass die DI- Box irgendwann schlapp macht und meine Floete wieder am Gesangsmikro klebt... und zack, fehlt mir wieder ein Stueck Zahn mehr, scheisse.
Ein junger Mann vor der Buehne findet es irrsinnig witzig, wildgeworden mit einem gekreuzigten Teletubbie ueber den Platz zu rennen...erst finden wir ihn ganz schoen seltsam und schliessen Wetten darueber ab, was und wieviel er schon intus hat. Dann schenkt er der Geigensteffi spontan ein paar ausgeliehene Tulpen und schleicht sich somit auch in unsere Herzen.
Die Heidelberger haben Durchhaltevermoegen und tanzen mit rund 400 Leuten ab. Auch wir Frostbeulen vergessen dann, das es nur 7 Grad hat und wir eigentlich frieren muessten.
Damit wir diesmal ein bisschen unmittelbarer Cds zur Hand haben, verkaufen wir unsere Scheiben gleich im Anschluss auf der Buehne! Und zwar alle! Blitzeblanke Merchkoffer stehen am Ende des Abends im Bus. Wir gehen tatsaechlich mit leeren Haenden heim! Wir sind beeindruckt! Und dankbar...obwohl wir dann morgen für Siegen nix mehr haben...hm, mal sehen, wie die das finden...
Heidelberg, ihr habt gerockt! Wir danken euch fuer einen wunderbaren Abend!
Reutlingen, Zelle 29.4.2006
Reutlingen, Zelle 29.4.2006
Wir treffen uns ganz artig frueh genug am Probenraum um in Ruhe alles schoen ordentlich einzupacken und mal nicht zu spaet zu nem Soundcheck zu erscheinen. Dies wird wieder ein langes Wochenende. Heute Reutlingen, morgen Heidelberg und am Montag Siegen!
Also, Reutlingen is ja nicht so weit weg und bald hat uns Navisusi bis in die Zelle geleitet. Hier sind wir heute Vorband von einer russischen Band namens "Markscheider Kunst". Ich bin gespannt...Andreas spricht ja ein bisschen russisch, den schieben wir im Zweifel der Kommunikation dann vor..hehe...
Anita und Wutschko vom Zelle-Team begruessen uns und wir merken, dass heute alles ganz easy abgehen wird. Erstmal kickern wir uns warm. Unser Marc kann echt noch was anderes als Akkordeon spielen! Ich will jetzt immer in deiner Mannschaft sein Marc!
Die Russen kommen! Statt frei nach Werner in den Keller zu jumpen, gehen wir mal Hallo sagen und helfen ausladen.
Dann kommt lange nichts...Ausser rumsitzen, Jogi und Aepfel futtern, nochmal kickern und den Soundcheck von Markscheider abzuwarten. Klingt echt gut, was für begnadete Musiker.
Die eine Steffi verpasst der anderen noch schnell einen feschen Kurzhaarschnitt, soll ja auch nach wat aussehen auffer Buehne, gell?
Dann gibts das 1a Catering! Chili con Tofu und Gruenkernsalat! Geil! Unsere Gaumen sind verwoehnt und beim Essen hoert bei us bekanntlich jede Freundschaft auf...und so sitzen ein paar Ahead to the sealer eine Hand am Loeffel, die andere schuetzend um ihren Teller gelegt auf den bequemen Backstagesofas und futtern was das Zeug hält...Satt gegessen beschleicht uns langsam die Ahnung, dass die Bohnen sich heute Nacht sehr wahrscheinlich raechen werden... Claudi und Andreas beschliessen spontan im Auto und nicht mit uns allen im Backstageraum zu pennen...Kameradenschweine! Es wird wohl eine geruchsintensive Nacht werden! Ich hab Angst!
Dann der Ruf, der uns den letzten Bissen runterschlucken und auf die Buehne eilen laesst: Soundcheck!
Coole Buehne, viel Platz und guter Sound!Es macht richtig Spass!
die ersten Leute werden schon reing
elassen und es sieht echt so aus, als wuerde es tatsaechlich voll werden heute abend!
Dann ist showtime und wir legen los!So manch altbekannter Fan erfreut uns mit seiner Anwesenheit (gell Sascha?) und so wirds ein ganz gutes Konzert. Die Leute sind auf jeden Fall tanzbereit und wir haben einen Heidenspass auf der Buehne! Die Bohnen beginnen zu grummeln...
Runter von der Buehne und rein ins Backstage. Zweite Ladung Gruenkernsalat und Chili und dann wird der merch aufgebaut...leider nicht so lohnend heute...aber egal, wir kommen mit dem ein oder anderen ins Gespraech, was immer wieder interessant ist!
Die Markscheider Kunst ist gut drauf und der Laden tobt!Hier geht die Post ab... genau wie in unseren Baeuchen...warum musste das Chili auch so lecker sein?
Steffi kriegt erstmal nen Malventee und noch ne Portion Gruenkernsalat:-)
Der Mann am merch von MK versucht mir waehrend der Songs die Texte vom russischen ins Englische zu uebersetzen. Cool! Aber antrengend!
Ich geh mal kurz in den Backstage, Bier holen.
Hey Markus, du isst schon wieder Chili? Neben dir schlafe ICH nicht!
Die Stunden ziehen ins Land und wir werden zunehmend muede...Das Konzert ist schon eine Weile vorbei und wir bereiten unser Bettlager oben waehrend unten die Russendisko abgeht... langsam schnallen wir auch, warum Markscheider einen wesentlichen Teil ihres Geldes damit verdienen auf Betriebsfesten zu spielen. Uns gefaellts, wenn es auch phasenweise was von Schlager hat:-)
Die Nacht hat unterschiedliche Gesichter, die einen frieren sich im Bus den Arsch in den Schlaf, die anderen halten sich die Haelfte der Nacht Ohren und Nase zu und erleben hautnah Beziehungskrisen vor ihrem Fenster!!Nur Jochen hat das groÃe Glueck in liebenden Armen schoen warm zu hause zu naechtigen...
Na, so schlimm wars eigentlich gar nicht, schliesslich gibts morgens ne warme Dusche und ein lecker Fruehstueck in der Sonne. Steffis Frisur bekommt noch einen letzten Schliff und frisch gesaettigt und gluecklich, wenn auch unwesentlich uebernaechtigt gehts nach viel Kuesschen und Tschuesschen weiter in Richtung Heidelberg! Danke Zelle, wir sehen uns sicher wieder!
Koeln,21,4,2006
mtc, ein Laden auf der Zuelpicher Strasse. Schauplatz eines Teiles meiner Jugend...haehae...und heute? Konzert von Ahead to the sea!Die andere Band, eine allgirls ska band namens Calamities laedt aus und stellt sich wesentlich weniger kompliziert mit der Pakplatzsuche an als wir. Der soundcheck laeuft ohne weiteren Zwischenfaelle ab. Die Calamities finden uns zu laut . O-Ton:"Bei der Basedrum braucht man ja keinen Herzschrittmacher mehr!"Ne, brauchen wir eh nich.
Wir brauchen Futter. Also ab in den Doenerladen!Waehrend wir uns die für Freiburger Verhaeltnisse sehr guenstigen Yufkas in den Bauch schieben, kommt einer angelaufen und erzaehlt, er sei extra aus Muenster gekommen um uns zu sehen, freu!
Wieder zurueck ins mtc, dumm rum gestanden und gewartet... Calamities spielen auf und wir haben noch ein bisschen Zeit zum alte Bekannte treffen, Koelsch trinken, merch aufbauen und dumm rumstehen...
Mann hinterm Tresen tauscht Schnaps gegen Band- T-shirts und so versetzen wir zwei Shirts gegen insgesamt 16 Tequila!
Dann sind wir dran. Cool! Sie tanzen gleich zu Beginn, und das so weit entfernt von der Heimat. Heute wird das neue Floetenmikro
entjungfert! Leute dat macht Spass!
Bei der dritten Zugabe wissen wir dann nicht mehr, was wir spielen sollen, also machen wir spontan ein kleines Wunschkonzert! Klappt auch, nur bloed, dass sie sich ausgerechnet Drifting away wuenschen... ham wer doch schon so lange nich mehr geuebt...prompt geht mein Floetensolo in die Hose. Aber dat merkt jetzt sowieso keiner mehr.Mein Kopf tut weh. Die Tuer zwischen Buehne und Backstage ist irgendwie doch ziemlich
niedrig...ich freu mich schon auf die Beule...
Ina von den Calamities hat die Gage im Stiefel und so wird die Abwicklung der Finanzen eine nette Angelegenheit:-)
Nach dem Abbauen gehts dann in einen der abgelegensten Stadtteile Koelns zum Suppe essen und pennen! Danke Doris und Klaus!
Gute Nacht!
Sonntag, 26.03.2006
Um mal zu zeigen,

Soundcheck ist ne ernste Sache

25.03. love is a shield
*Andreas*
Oh oh, wir sind alle infiziert. Wir haben uns Parasiten eingefangen. Würmer. Oder genauer gesagt einen Wurm. Einen Ohrwurm. Kennt ihr das, wenn man einen Song nicht mehr aus dem Kopf bekommt? Manchmal fängt man an, diesen Song zu hassen. Aber trotzdem summt man unbewusst immer wieder die selben paar Takte dieses Liedchens vor sich hin.
So ähnlich geht es uns seit gestern mit "Love is a shield" einem alten Klassiker, den die Instanzler sehr hübsch covern. Noch während des Abbaus geht es los. Summsumm Loveisashield summsumm. Noch fiel uns nichts auf. Da wieder. pfeiffpfeiff Loveisashield pfeiffpfeiff. Jetzt wurden wir langsam misstrauisch. Und der nächste: summsumm Loveisashield summsumm. Jetzt war es klar. Wir befanden uns in einer kritischen Situation. Während ein einzelgängerischer Ohrwurm meist nach wenigen Stunden an Einsamkeit eingeht, gilt dies nicht für den zwar selteneren aber dafür fieseren Herdenohrwurm. Immer wenn man gerade froh ist, seinen eigenen Wurm los zu sein, schlendert garantiert ein Kollege mit einer fröhlichen Melodie auf den Lippen vorbei. Loveisashield... und zack, ist man wieder infiziert. Loveisashield... Diese gegenseitige musikalische Infektion führte in den folgenden Stunden zu diversen Schreikrämpfen. Beim Aufwachen heute morgen ging es gleich weiter. schlurfschlurf zum Herbergswaschraum... Loveisashield... Aaarrrggggghhhh! Aber wie heisst so schön: geteiltes Leid ist halbes Leid. Also schnell die Tür der Mitmusiker aufgerissen und ein resolutes Loveisashield in die schlaftrunkene Stille geträllert. Die Antwort war ein Sturm des Protestes. "Schnauze!!!"
Alle wach. Bitte, geht doch.